Erdölförderung
Der Fluch des schwarzen Goldes
Auch ein Großteil der Erdölvorkommen der Erde befindet sich unter dem Territorium indigener Völker. Die Erdölgewinnung wirkt sich vom ersten bis zum letzten Schritt verheerend für Mensch und Umwelt aus, sei es in den Regenwäldern Ecuadors, in der Taiga Sibiriens oder im Nigerdelta Nigerias.
Schon bei der Suche werden Gebiete zerstört und Tiere vertrieben. Begleiterscheinungen der Ölförderung sind Detonationen, Rodungen, Erosion, Maschinenlärm, Boden-, Wasser- und Luftverschmutzung. Viele Pipelines verlaufen überirdisch, Leitungen sind leck und schlecht gewartet. Jährlich versickern Millionen von Kubikmetern Öl und ebenso viele Chemikalien in den Böden, verschmutzen das Grundwasser und gelangen so in Wasserläufe und Flüsse. Das Trinkwasser indigener Gemeinden wird verseucht, die Folgen sind Krankheiten und Nahrungsmangel. Fische sterben, jagdbare Tiere wandern fluchtartig ab.
Daher verlieren indigene Völker ihre traditionelle Lebensgrundlage und das Überleben in gewissen Gebieten wird unmöglich. Jene, die bleiben, nehmen durch die verschmutzte Umwelt regelmäßig Gifte zu sich, und leiden schon nach kurzer Zeit an Leukämie, Lungen- und Blasenkrebs oder Hautausschlägen, auch Fehlgeburten sind weit verbreitet.
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